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aus Schleswig-Holstein

Deutscher LandFrauenverband und Deutsche Welthungerhilfe – 30 Jahre Partnerschaft unter dem Motto „LandFrauen für LandFrauen“

In den vergangenen 30 Jahren hat der dlv unter dem Motto „LandFrauen für LandFrauen“ diese Welthungerhilfe-Projekte aktiv gefördert:

 

Südindien: Ländliche Entwicklung, Kreditprogramme für Frauen zum Existenzaufbau

Kolumbien: Aufbau, Ausstattung und Unterhalt von 15 Landschulheimen

Dominikanische Republik: Ausbildung von 300 LandFrauengruppen mit über 10.000 Frauen

Lesotho: Landwirtschaftliches Projekt mit 8 Dorfgemeinschaften sowie 17 Frauengruppen

Äthiopien: Brunnenbau und Wasserversorgung für 3.000 Bauernfamilien in Butajira

Wie kommt es zu dieser besonderen Partnerschaft?

Fast 25.000 Euro überreichte Präsidentin Erika Lenz der Vorsitzenden der Deutschen Welthungerhilfe, Ingeborg Schäuble, in Rendsburg. LandFrauen aus Schleswig-Holstein sammelten 2004 bei einem Sternmarsch für das Partnerschaftsprojekt des dlv in Südindien

Seit 1977 ist der Deutsche LandFrauenverband Mitglied in der Deutschen Welthungerhilfe e.V. und stellt seit 1980 ohne Unterbrechung ein Mitglied des ehrenamtlichen Vorstandes.

Erstes Welthungerhilfe Vorstands-Mitglied war Juliane Freiin von Heereman. Ihre Nachfolgerin wurde Anne v. Laufenberg-Beermann, die den dlv-Vorstandssitz bei der Welthungerhilfe bis 2000 besetzte. Dann wurde sie von Heike Troue, unserer aktuellen Hauptgeschäftsführerin, abgelöst.

 

Es besteht also eine fast 30 Jahre währende enge personelle Verknüpfung zwischen den LandFrauen und der Welthungerhilfe. Diese wurde noch intensiviert als 1996 Ingeborg Schäuble Vorstandsvorsitzende der Deutschen Welthungerhilfe wurde. Frau Schäuble, selber LandFrau, Volkswirtin und Mutter von vier Kindern hat sich auch vor ihrem ehrenamtlichen Engagement für die Welthungerhilfe besonders für die Verbesserung der sozialen, wirtschaftlichen und rechtlichen Situation von Frauen im ländlichen Raum eingesetzt.

 

Verleihung der Erntekrone an den Bundespräsidenten, 2006; die Kollekte des Gottesdienstes im Französischen Dom in Berlin floß in die Millenniumsdörfer-Initiative der Deutschen Welthungerhilfe

Die Ziele des dlv, die Stärkung der Frau in Arbeit und Gesellschaft und die Stärkung agrarisch ländlicher Regionen, haben sich in den vergangenen 30 Jahren nicht nur auf Deutschland beschränkt. Der dlv hat immer schon über den Tellerrand geblickt und weltweit Frauen auf dem Land beim Aufbau einer selbständigen Existenz unterstützt. Die Welthungerhilfe und den dlv verbindet diese Arbeit an den gleichen Themen:

 

  • Entwicklung des ländlichen Raumes
  • Bildung / Weiterbildung / Qualifizierung
  • Ernährung und immer auch
  • Gleichstellung und Familienförderung.

Trotz kultureller Benachteiligung tragen in vielen Ländern des Südens Frauen die Last der Verantwortung für die Ernährung ihrer Familien. Hier setzt die Welthungerhilfe mit ihren „Hilfe zur Selbsthilfe“-Projekten an.

 

Wie äußert sich diese Partnerschaft?

Grüne Woche 2005, der Bundespräsident backt Benefiz-Waffeln

In vielen ganz verschiedenen Aktionen auf Bundes- Landes-, Kreis und Regionalebene warben und werben LandFrauen für Solidarität mit und Engagement für die LandFrauen in den südlichen Ländern. Höhepunkte der gemeinsamen Aktionen sind dabei die Verleihung der Erntekrone an den Bundespräsidenten und der gemeinsame Auftritt auf der Grünen Woche in Berlin.

 

30 Jahre aktives Engegement

Frau Lenz an der Nähmaschine, diese Maschine sichert den Lebensunterhalt einer ganzen Familie

In den 30 Jahren aktiven Engagement haben die Deutschen LandFrauen über 1 Million Euro für Entwicklungsprojekte gesammelt. Reisen in die Partnerschaftsprojekte vermitteln ein anschauliches Bild über die Arbeit der Welthungerhilfe und das, was mit dem Geld der LandFrauen geleistet wurde. 2003 reiste Frau Lenz nach Südindien und besuchte das Partnerprojekt im Bundesstaat Tamil Nadu.

 

Seit 2007 fördert der dlv ein neues Projekt der Welthungerhilfe in Ruanda.